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Begegnungstabellen

Zitat von tassander am 19. März 2021, 17:47 Uhr

@Elegod: Die Zufallstabelle bildet die Welt ab, das hat Pyro ja gut beschrieben. Wenn ich die Zeit habe - und weiß, wohin die Reise geht - würfle ich vorher. Es geht ja nicht um den Zufall an sich, es geht darum, mit einer Abstraktion die lebendige Welt zu simulieren.

Die Vorteile sind, dass ich ggf. Schätze auswürfeln kann, mich mit dem Monster nochmal vertraut machen kann, mir überlegen kann, was die Karawane geladen hat und welche NSC so dabei sind, um welche Banditenbande es sich handelt und wo die als letztes waren.

Das muss ich sonst alles spontan machen. Das kann stressig werden.

Man könnte natürlich auch beides machen, also bei der Erstellung der Begegnungstabelle als SL würfeln, um die von Dir dargestellten Vorarbeiten basierend auf Zufallswürfen ohne Druck erledigen zu können und dann in die Tabelle einzupflegen, auf die anschließend die Spieler würfeln. Die ausgearbeitete Karawane kommt dann im Spiel unter Umständen überhaupt nicht vor. Die Vorarbeit wäre also im Ergebnis umfangreicher.

Spieler-Würfe machen für Dich selbst dann wenig Sinn? Geht es bei Begegnungstabellen für Dich also eher nur/primär um Weltenbau?

All dead! All dead!
Zitat von Elegod am 19. März 2021, 17:59 Uhr
Zitat von tassander am 19. März 2021, 17:47 Uhr

@Elegod: Die Zufallstabelle bildet die Welt ab, das hat Pyro ja gut beschrieben. Wenn ich die Zeit habe - und weiß, wohin die Reise geht - würfle ich vorher. Es geht ja nicht um den Zufall an sich, es geht darum, mit einer Abstraktion die lebendige Welt zu simulieren.

Die Vorteile sind, dass ich ggf. Schätze auswürfeln kann, mich mit dem Monster nochmal vertraut machen kann, mir überlegen kann, was die Karawane geladen hat und welche NSC so dabei sind, um welche Banditenbande es sich handelt und wo die als letztes waren.

Das muss ich sonst alles spontan machen. Das kann stressig werden.

Man könnte natürlich auch beides machen, also bei der Erstellung der Begegnungstabelle als SL würfeln, um die von Dir dargestellten Vorarbeiten basierend auf Zufallswürfen ohne Druck erledigen zu können und dann in die Tabelle einzupflegen, auf die anschließend die Spieler würfeln. Die ausgearbeitete Karawane kommt dann im Spiel unter Umständen überhaupt nicht vor. Die Vorarbeit wäre also im Ergebnis umfangreicher.

Spieler-Würfe machen für Dich selbst dann wenig Sinn? Geht es bei Begegnungstabellen für Dich also eher nur/primär um Weltenbau?

Kommt drauf an, wie die Listen so sind.  Hier wären welche, und hier. Da fehlen jetzt die vorgeschalteten Listen aus der World of Greyhawk. Jedenfalls, in der Praxis habe ich da schon einmal drei Karawanen. Die alle vorher festzulegen... Puh. Denn es ist ja auch wahrscheinlich, dass man überhaupt keine im Spiel erwürfelt.

Es geht nicht um Weltenbau - der findet davor statt - sondern um Weltensimulation. In einer perfekten Welt hätte ich die Zeit, alle Karawanen zwischen Alt Kattun und Schutzheim auszugestalten und vorzuhalten, und wüsste immer wo die sind. Genauso mit den Banditen und Briganten. De facto kann ich das nicht leisten. Also landen sie auf der Tabelle.

Ich würfle offen, von daher sehe ich keinen Vorteil darin, das die Spieler machen zu lassen.

Ich dachte, Du würfelst vorher, um alles vorbereiten zu können. Dann kann man ja nicht offen würfeln. Vorher zu würfeln macht das Zufallselement jedenfalls für die Spieler nicht wahrnehmbar.

Na ich denke mal drüber nach, wie ich es mache.

All dead! All dead!

Ich weiß doch oft gar nicht, wohin die Spieler gehen! Dann kann ich doch vorher nicht würfeln.

Was hast Du denn mit dem Zufallselement? Wozu soll das denn gut sein? Das ist doch ein Werkzeug und kein Gimmick!

Ja, was hat das damit auf sich? Warum sollen die denn das Zufallselement wahnrehmen? Das ist doch eine Künstlichkeit der Modellierung, die kann man auch gut unter Putz lassen, dann sieht es schöner aus.

Zitat von tassander am 19. März 2021, 17:47 Uhr

@Elegod: Die Zufallstabelle bildet die Welt ab, das hat Pyro ja gut beschrieben. Wenn ich die Zeit habe - und weiß, wohin die Reise geht - würfle ich vorher. Es geht ja nicht um den Zufall an sich, es geht darum, mit einer Abstraktion die lebendige Welt zu simulieren.

Die Vorteile sind, dass ich ggf. Schätze auswürfeln kann, mich mit dem Monster nochmal vertraut machen kann, mir überlegen kann, was die Karawane geladen hat und welche NSC so dabei sind, um welche Banditenbande es sich handelt und wo die als letztes waren.

Das muss ich sonst alles spontan machen. Das kann stressig werden.

Wegen des vorstehenden Posts war ich davon ausgegangen, dass Du vorher würfelst, tassander.

Ghoul und Der Oger haben sich ja auch für ein Würfeln vor der Spielrunde ausgesprochen. Dabei hat der Oger noch die Erstellung einer Begegnungstabelle aus den vorbereiteten Würfeln als Option dargestellt, womit jedenfalls im zweiten Schritt ebenfalls ein Zufallselement hereinkommt, das weniger "Werkzeug" als "Gimmick" ist.

Ich sehe zwei ganz unterschiedliche Ansatzpunkte:

1) Man entwickelt das Setting um das Ergebnis von Würfen auf Tabellen herum, seien es Tabellen über Landschaften / Bewohner / Begegnungen etc. => Die Tabellen sind der Ausgangspunkt und dienen als "Inspiration".

2) Man entwickelt selbst ein Setting, erstellt hierauf abgestimmt eigenen Begegnungstabellen und nutze diese, um den Verlauf das Abenteuers unberechenbarer zu gestalten. => Die Tabellen dienen dazu, dem SL den Geschehensablauf ein wenig mehr aus der Hand zu nehmen. "Wie das Leben so spielt."

Wenn Begegnungen auf Zufall beruhen, dann spricht meines Erachtens auch nichts dagegen, dass die Spieler das auch wissen. Wenn sie es wissen, dann spricht m.E. auch nichts dagegen, dass sie es selbst würfeln. Ich erhoffe mir davon, als SL ein wenig mehr in die Position des "Mitspielers" zu kommen. Und wenn die Spieler das wissen, können sie auch nicht darauf vertrauen, dass der SL "es schon richten wird", wenn es mal eng wird. Ich erhoffe mir, dass die Spieler die Spielwelt stärker als ein unabhängiges Gebilde mit "Eigenleben" begreifen, wenn sie selbst würfeln.

Welche Gründe sprechen für Euch dagegen, die Spieler auf Begegnungstabellen würfeln zu lassen? Natürlich ist das ein Gimmick, zumal die Spieler die Tabelle ja nicht vor Augen haben, aber was ist schlecht daran?

Wie handhabt ihr das denn mit Schatztabellen (habe ich früher auch eher selten genutzt)? Würfelt da bei euch ausnahmslos der SL verdeckt?

Die Begegnungstabellen sind für mich ja ein Test und ich spiele derzeit noch die Varianten durch. Mal schauen, was daraus wird.

All dead! All dead!

Hast du meinen länglichen Text von weiter vorne gelesen?

Ja, habe ich gelesen.

Wenn ich Dich richtig verstehe, erstellst/modifizierst Du Begegnungstabellen individuell passend zum Setting vor der Spielrunde und würfelst dann während der Runde. Nach meinem Eindruck ist Deine Nutzung der von mir angedachten sehr ähnlich, oder?

All dead! All dead!

Der Knackpunkt für mich ist nicht, wann man würfelt, und auch nicht wer, sondern WARUM. Weil: Eigentlich will ich ja als SL alle NSCs und Monster im Details ausspielen, und dann WEISS ich, wem die SCs begegnen, wenn sie von A nach B gehen. Und nur, weil das - wegen des Aufwands - nicht geht, packe ich alles außer das allerwichtigste in eine Tabelle als grobes Weltmodell, das mir dann eine Antwort auf die Frage nach den Begegnungen ausspuckt, die für Spielzwecke hinreichend genau ist. Das ist ja mit dem Reaktionswurf das gleiche: Wenn ich GENAU modelliere, dann brauch ich keinen Reaktionswurf, sondern ich KENNE den NSC, weiß, wie er drauf ist und SPIEL den einfach.

Der Zufall ist da einfach eine Modellierungskrücke. Was da noch dranhängt (Überraschung, spontane Inspiration etc. - ich würfle idR zur Laufzeit) ist toll und ich mag das auch und dadurch sind viele schöne Spielsituationen entstanden, aber das sind (für mich) nur nette Nebeneffekte.

Und um jetzt den Bogen zu deiner Frage zurückzuschlagen: Weltmodellierung und NSCs spielen ist Spielleiter-Sache, und deswegen würfle ich, wenn ich leite, das üblicherweise selbst. Es spricht aber aus ideologischer Sicht in meinen Augen auch nichts dagegen, wenn ich als SL einem Spieler sage: "Würfle mal W-irgendwas, bitte." (z.B. weil ich schon mit beiden Händen in den Unterlagen wühle) und dann das Ergebnis auf der Tabelle raussuche.

Schätze wuerfle ich auch vorher aus, damit a) ich die Art und Größe des Hörte besser beschreiben kann und b) ich weiß ob die Gegner Gegenstände aus dem Hort einsetzen können.

* Orangener Gurt im PJJ * Grüner Gürtel im Drama-Fu (Drachen-Stil) * Brauner Gürtel im Pyro-Fu * Night's Master im Ghoulu Jitsu *