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Begegnungstabellen

@Pyromancer

Dein Ausgangspunkt entspricht genau meiner bisherigen Sichtweise, nämlich dass der SL idealerweise alle NSCs und Monster im Detail ausspielt. Anders als Du habe ich das aber nicht als ein unmögliches Unterfangen gesehen, sondern als eine Frage der Intensität der Vorbereitung. Darum verzichte ich auch überwiegend auf Reaktionswürfe, weil ich als SL eine Vorstellung darüber habe, welche Motivationen, Überzeugungen etc. die NSCs und Monster in der jeweiligen Situation zu einer bestimmten Reaktion veranlassen. Nur dann, wenn die Spieler irgenwelche besonderen Ideen haben, die die Begnung "umstimmen" könnte, dann würfle ich. Gleiches gilt für Schätze, wo ich mir vorher überlege, was die betreffende Begnung an dem betreffenden Ort realistischerweise besitzen bzw. mit sich führen würde. Begnungen, die keinen abenteuer- oder settingtechnischen Bezug haben, brauche ich eigentlich auch nicht auszuspielen, sondern kann ich mit wenigen Worten abhandeln, ohne dass ich dafür würfeln müsste ("Auf dem Weg von ... nach ... begegnen euch vereinzelte Bauern und Krämer. Die Bauern wirken eher verschlossen und reserviert, grüßen nur zurück, wenn ihr sie zuerst grüßt. Die Krämer sind immer auf einen Handel aus, verlieren aber schnell das Interesse, wenn sie keine Chance auf Absatz sehen.")

Ich habe diejenigen, die sich für ein Auswürfeln von Landschaften, Begegnungen, Schätzen, Reaktionen etc. aussprechen, bislang vielleicht falsch verstanden. Ich dachte, das Zufallselement sollte die Spielwelt gerade realistischer machen, weil in der Realität eben auch nicht alles planbar ist. Gut entworfene Tabellen sollten eine in sich unter verschiedenen Aspekten (meinetwegen von Fragen der Wirtschaftskraft über Bevölkerungs-/Monsterzahlen bis hin zum Vermögen von Einzelpersonen, Begegnungen, Schätzen etc.) stimmige Welt erschaffen. Der Zufall also nicht lediglich als Modellierungskrücke, sondern zum Prinzip erhoben.

Das was Du als "nette Nebeneffekte" beschreibst, ist augenblicklich für mich - jedenfalls im ersten Schritt - das eigentlich Interessante, für mich also das WARUM. Sonst würde ich es wohl nicht machen, denn das Erstellen der auf Setting und Abenteuer abgestimmten individuellen Listen, die Ausarbeitung von Begegnungen (zu denen es dann teilweise wohl nie kommen wird) usw. verursachen bei mir im Moment mehr Vorbereitungsaufwand als mein früheres Vorgehen.

Na, ich muss es einfach mal ausprobieren.

All dead! All dead!
Zitat von Elegod am 25. März 2021, 18:33 Uhr

@Pyromancer

Dein Ausgangspunkt entspricht genau meiner bisherigen Sichtweise, nämlich dass der SL idealerweise alle NSCs und Monster im Detail ausspielt. Anders als Du habe ich das aber nicht als ein unmögliches Unterfangen gesehen, sondern als eine Frage der Intensität der Vorbereitung.

Wenn ich "alle NSCs und Monster" schreibe, dann meine ich ALLE. Selbst wenn man sich auf einen kleinen Ausschnitt der Spielwelt beschränkte, wären das noch tausende. "Die Hybris von der Beherrschbarkeit der Welt". Das kriegst du in der Praxis nicht en Detail modelliert. Und deshalb Zufallstabellen als Krücke.

An sonsten meinen wir glaube ich Ähnliches, nur aus anderen Blickwinkeln.