Der Ruf des Cthlhu und seiner Erschaffer
Zitat von ghoul am 26. Februar 2026, 11:34 UhrDas verbinde ich jetzt eher mit Vampire: The Masquerade als mit CoC.
Das verbinde ich jetzt eher mit Vampire: The Masquerade als mit CoC.
Zitat von blut_und_glas am 26. Februar 2026, 11:52 UhrDas Problem zieht sich durch ganz viele Welten die Historisches und Fantastisches mischen.
Das Problem zieht sich durch ganz viele Welten die Historisches und Fantastisches mischen.
Zitat von DnalorTheTroll am 27. Februar 2026, 20:20 UhrWas passendes zum Thema Cosmic Horror:
Für mich ist Cosmic Horror das erschrecken vor der Erkenntnis, das man in der Schöpfung des Universums absolut unwichtig ist. Das es Egal ist, ob man existiert oder nicht. Das man keinerlei Eindruck hinterlassen wird und da draußen Mächte am Werk sind, die bestenfalls nicht mal merken, dass Du da bist.
Als Inspirationsquelle für Cosmic Horror kann ich Tale Fondry empfehlen. In dem Video, dass ich hier verlinke, bespricht er grade das gegenteil von Cosmic Horror, Cosmic Bliss. Besser noch ist dieses Video hier, das eine halbe Zock-Bock-Radio-Folge dauert.
Das Problem, dass sich realer Schrecken (die Taten der Nazis) mit fiktionalem Schrecken (das große Tenktakelmonster) mischen, sehe ich auch. Vielleicht sind wir noch zu nah dran.Oder wir schreiben tatsächlich unsere Geschichten falsch. Vielleicht müssen wir die Geschichten so schreiben, dass der böse Nazi das alte Tentakelgesicht nutzen möchte, um die Feide zu vernichten und nicht, dass der Typ ein Kultist ist.
Was passendes zum Thema Cosmic Horror:
Für mich ist Cosmic Horror das erschrecken vor der Erkenntnis, das man in der Schöpfung des Universums absolut unwichtig ist. Das es Egal ist, ob man existiert oder nicht. Das man keinerlei Eindruck hinterlassen wird und da draußen Mächte am Werk sind, die bestenfalls nicht mal merken, dass Du da bist.
Als Inspirationsquelle für Cosmic Horror kann ich Tale Fondry empfehlen. In dem Video, dass ich hier verlinke, bespricht er grade das gegenteil von Cosmic Horror, Cosmic Bliss. Besser noch ist dieses Video hier, das eine halbe Zock-Bock-Radio-Folge dauert.
Das Problem, dass sich realer Schrecken (die Taten der Nazis) mit fiktionalem Schrecken (das große Tenktakelmonster) mischen, sehe ich auch. Vielleicht sind wir noch zu nah dran.Oder wir schreiben tatsächlich unsere Geschichten falsch. Vielleicht müssen wir die Geschichten so schreiben, dass der böse Nazi das alte Tentakelgesicht nutzen möchte, um die Feide zu vernichten und nicht, dass der Typ ein Kultist ist.
Zitat von Der Oger am 1. März 2026, 16:12 UhrOhne mich jetzt mit CoC in der Tiefe auszukennen, das hier waren so die Ideen, die sich mir für eine Berlin - in - den - Zwanzigern -Kampagne so auftaten:
- Ein ehemaliger Offizier der kolonialen Expeditionsstreitkräfte oder Beamter der Kolonialverwaltung hat kulturelle Artefakte gestohlen, die teilweise eine Bedeutung für Kultisten haben, oder ein Werkzeug für den Kampf gegen diese Wesenheiten sein könnten.
- Als Erweiterung zu 1): Ein Angehöriger eines Volkes aus den Kolonien kommt nach Berlin, um diese Artefakte zurück zu erlangen.
- Als Variante zu 1): Es geht hier um die Artefakte der Schliemann-Expedition, die langsam entschlüsselt werden - und aus Forschern Kultisten machen.
- Als Variante zu 3): Ein reicher Mäzen und Kultist, der diese Artefakte in seinen Besitz bringen will und nichtsahnende SC für einen "Heist" anwirbt.
- Ein toter Ringbruder wird aufgefunden. Ermittlungen ergeben, dass sein Ring in die Beschaffung und Beseitigung von Menschenopfern für eine Gruppe reicher, bürgerlicher Kultisten verwickelt war. Die Polizei will den Fall nicht anfassen und ist wohlmöglich in die Vertuschung verstrickt.
- Fortführung zu 5): Neben dem Ausbruch eines Unterweltkriegs ermittelt die Polizei nun wegen des möglichen Ablebens der Kultisten gegen die Charaktere. Überlebende des Kultes versuchen, ihre Teilnahme zu vertuschen.
- Die Ermittler wollen einer Zielperson folgen, einen Ort untersuchen oder einfach nur von Punkt A nach Punkt B. Unglücklicherweise kommt es hier gerade zu einer Straßenschlacht zwischen Demonstranten und der Polizei oder den Schlägertrupps verfeindeter politischer Gruppen.
- Ein Veteran des Weltkriegs, der in den Schützengräben etwas ... gesehen hat. Und das ihn gesehen hat. Und ihm vielleicht gefolgt ist.
- Eine Gruppe von Soldaten, die während des Krieges in einem Keller, einer Ruine, einem Höhlensystem oder beim Anlegen von Schützengräben Objekte eines Kultes gefunden und mit nach Hause gebracht hat.
- In Anlehnung an Hanussen: Ein selbsterklärter Seher wird zu einem gefeierten Star - ist er ein echter Okkultist, ein Betrüger oder etwas ganz anderes? Und wer trachtet ihm nach dem Leben?
Ohne mich jetzt mit CoC in der Tiefe auszukennen, das hier waren so die Ideen, die sich mir für eine Berlin - in - den - Zwanzigern -Kampagne so auftaten:
- Ein ehemaliger Offizier der kolonialen Expeditionsstreitkräfte oder Beamter der Kolonialverwaltung hat kulturelle Artefakte gestohlen, die teilweise eine Bedeutung für Kultisten haben, oder ein Werkzeug für den Kampf gegen diese Wesenheiten sein könnten.
- Als Erweiterung zu 1): Ein Angehöriger eines Volkes aus den Kolonien kommt nach Berlin, um diese Artefakte zurück zu erlangen.
- Als Variante zu 1): Es geht hier um die Artefakte der Schliemann-Expedition, die langsam entschlüsselt werden - und aus Forschern Kultisten machen.
- Als Variante zu 3): Ein reicher Mäzen und Kultist, der diese Artefakte in seinen Besitz bringen will und nichtsahnende SC für einen "Heist" anwirbt.
- Ein toter Ringbruder wird aufgefunden. Ermittlungen ergeben, dass sein Ring in die Beschaffung und Beseitigung von Menschenopfern für eine Gruppe reicher, bürgerlicher Kultisten verwickelt war. Die Polizei will den Fall nicht anfassen und ist wohlmöglich in die Vertuschung verstrickt.
- Fortführung zu 5): Neben dem Ausbruch eines Unterweltkriegs ermittelt die Polizei nun wegen des möglichen Ablebens der Kultisten gegen die Charaktere. Überlebende des Kultes versuchen, ihre Teilnahme zu vertuschen.
- Die Ermittler wollen einer Zielperson folgen, einen Ort untersuchen oder einfach nur von Punkt A nach Punkt B. Unglücklicherweise kommt es hier gerade zu einer Straßenschlacht zwischen Demonstranten und der Polizei oder den Schlägertrupps verfeindeter politischer Gruppen.
- Ein Veteran des Weltkriegs, der in den Schützengräben etwas ... gesehen hat. Und das ihn gesehen hat. Und ihm vielleicht gefolgt ist.
- Eine Gruppe von Soldaten, die während des Krieges in einem Keller, einer Ruine, einem Höhlensystem oder beim Anlegen von Schützengräben Objekte eines Kultes gefunden und mit nach Hause gebracht hat.
- In Anlehnung an Hanussen: Ein selbsterklärter Seher wird zu einem gefeierten Star - ist er ein echter Okkultist, ein Betrüger oder etwas ganz anderes? Und wer trachtet ihm nach dem Leben?
Zitat von Settembrini am 2. März 2026, 17:31 UhrFür mich ist Cosmic Horror das erschrecken vor der Erkenntnis, das man in der Schöpfung des Universums absolut unwichtig ist. Das es Egal ist, ob man existiert oder nicht. Das man keinerlei Eindruck hinterlassen wird und da draußen Mächte am Werk sind, die bestenfalls nicht mal merken, dass Du da bist.
Aber was ist daran erschreckend? Doch höchstens für Narzißten, oder?
Und warum soll die Antwort SCHRECKEN!EINSELF sein und nicht Solidarität?
Für mich ist Cosmic Horror das erschrecken vor der Erkenntnis, das man in der Schöpfung des Universums absolut unwichtig ist. Das es Egal ist, ob man existiert oder nicht. Das man keinerlei Eindruck hinterlassen wird und da draußen Mächte am Werk sind, die bestenfalls nicht mal merken, dass Du da bist.
Aber was ist daran erschreckend? Doch höchstens für Narzißten, oder?
Und warum soll die Antwort SCHRECKEN!EINSELF sein und nicht Solidarität?
Zitat von blut_und_glas am 2. März 2026, 18:47 UhrZitat von DnalorTheTroll am 27. Februar 2026, 20:20 UhrOder wir schreiben tatsächlich unsere Geschichten falsch. Vielleicht müssen wir die Geschichten so schreiben, dass der böse Nazi das alte Tentakelgesicht nutzen möchte, um die Feide zu vernichten und nicht, dass der Typ ein Kultist ist.
Oder vielleicht, dass die Allierten, die kosmischen Schrecken entfesseln.
Cosmic Horror mit einem Spritzer Nuclear Scare.
Zitat von DnalorTheTroll am 27. Februar 2026, 20:20 UhrOder wir schreiben tatsächlich unsere Geschichten falsch. Vielleicht müssen wir die Geschichten so schreiben, dass der böse Nazi das alte Tentakelgesicht nutzen möchte, um die Feide zu vernichten und nicht, dass der Typ ein Kultist ist.
Oder vielleicht, dass die Allierten, die kosmischen Schrecken entfesseln.
Cosmic Horror mit einem Spritzer Nuclear Scare.
Zitat von Pyromancer am 2. März 2026, 19:06 UhrDas ist ja auch die Zeit, wo man in der Wissenschaft aus dem 19. Jahrhundert raus ist mit der Einstellung: "Gut, jetzt haben wir das mit dem Elektromagnetismus auch kapiert, noch ein paar Details hier und da, dann haben wir die Physik komplett gelöst."
Und dann kommen Einstein und Heisenberg, und auf einmal sind Konzepte wie Raum und Zeit quasi beliebig, und Dinge sind prinzipiell unmessbar, unwissbar...
Das ist ja auch die Zeit, wo man in der Wissenschaft aus dem 19. Jahrhundert raus ist mit der Einstellung: "Gut, jetzt haben wir das mit dem Elektromagnetismus auch kapiert, noch ein paar Details hier und da, dann haben wir die Physik komplett gelöst."
Und dann kommen Einstein und Heisenberg, und auf einmal sind Konzepte wie Raum und Zeit quasi beliebig, und Dinge sind prinzipiell unmessbar, unwissbar...
Zitat von Settembrini am 2. März 2026, 19:49 UhrMal nen anderer Gedankenanfang:
HPL ist schon modern: es ist keine aristokratische Schreckens-Fantasie. Es ist eine großbürgerliche im Angesicht der Moderne. Die Rassenhierarchie ist bei Lovecraft eigentlich schon gefallen in den Geschichten. Diese ist aber eben eine bürgerliche Antwort auf die Kränkungen der Industrialisierung sowie christlich-bürgerliche Rechtfertigung des Imperialismus. Adelsstaaten und heidnische Imperien brauchten keine Rassenhierarchien.
Nicht so Vampire t M: nimmt eine großbürgerliche Horrofantasie (Pollidori, Stoker, vgl. droit de seigneu-Mythos und Marx) auf, aber wendet sie direkt aristokratisch und hierarchisch. Die Hierarchie ist ewig, individuell vererbt, und man leidet zwar unter ihren Gesetzen, aber auch das Leiden ist größer als es Normalsterbliche je verstünden. Pubertär anschlußfähig.
Mal nen anderer Gedankenanfang:
HPL ist schon modern: es ist keine aristokratische Schreckens-Fantasie. Es ist eine großbürgerliche im Angesicht der Moderne. Die Rassenhierarchie ist bei Lovecraft eigentlich schon gefallen in den Geschichten. Diese ist aber eben eine bürgerliche Antwort auf die Kränkungen der Industrialisierung sowie christlich-bürgerliche Rechtfertigung des Imperialismus. Adelsstaaten und heidnische Imperien brauchten keine Rassenhierarchien.
Nicht so Vampire t M: nimmt eine großbürgerliche Horrofantasie (Pollidori, Stoker, vgl. droit de seigneu-Mythos und Marx) auf, aber wendet sie direkt aristokratisch und hierarchisch. Die Hierarchie ist ewig, individuell vererbt, und man leidet zwar unter ihren Gesetzen, aber auch das Leiden ist größer als es Normalsterbliche je verstünden. Pubertär anschlußfähig.
Zitat von Der Oger am 3. März 2026, 21:18 UhrZitat von Pyromancer am 2. März 2026, 19:06 UhrDas ist ja auch die Zeit, wo man in der Wissenschaft aus dem 19. Jahrhundert raus ist mit der Einstellung: "Gut, jetzt haben wir das mit dem Elektromagnetismus auch kapiert, noch ein paar Details hier und da, dann haben wir die Physik komplett gelöst."
Und dann kommen Einstein und Heisenberg, und auf einmal sind Konzepte wie Raum und Zeit quasi beliebig, und Dinge sind prinzipiell unmessbar, unwissbar...
Ich musste gerade auch an Nikola Tesla und den Film Prestige denken.
Zitat von Pyromancer am 2. März 2026, 19:06 UhrDas ist ja auch die Zeit, wo man in der Wissenschaft aus dem 19. Jahrhundert raus ist mit der Einstellung: "Gut, jetzt haben wir das mit dem Elektromagnetismus auch kapiert, noch ein paar Details hier und da, dann haben wir die Physik komplett gelöst."
Und dann kommen Einstein und Heisenberg, und auf einmal sind Konzepte wie Raum und Zeit quasi beliebig, und Dinge sind prinzipiell unmessbar, unwissbar...
Ich musste gerade auch an Nikola Tesla und den Film Prestige denken.