Disputorium

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META: Was ist passiert mit dem alten Disputorium? Und was läuft falsch im Tanelorn?

Zukünftiger Hut von Blechpirat? Was meinst du damit genau?

Signaturen sollten meiner Meinung nach dabei helfen die Individualität von Personen auszudrücken und nicht um Konflikte und Befindlichkeiten zu pflegen.
Zitat von Lord Verminaard am 13. Oktober 2019, 18:32 Uhr

Die Fixierung auf das Sockpuppet-Thema finde ich einigermaßen seltsam. Aber das war ja schon immer so ein Reizpunkt. Aus meiner Sicht sind Sockpuppets nicht der Grund, höchstens (wenn überhaupt) der Anlass für die Umstände, die nun den Umzug erforderlich machen.

Der eigentliche Grund ist, erstens, dass für Blechpirat aufgrund der unterschiedlichen Hüte, die er inzwischen aufhat, und natürlich auch des zusätzlichen Hutes, der ab nächstem Jahr noch dazu kommt, es zunehmend unbequem wurde, das Disputorium zu beherbergen, und er sich den Stress nicht mehr antun wollte.

Und zweitens, und das ist doch der eigentliche Skandal, gibt es eben offenbar Leute, die keine Skrupel haben, Schäden für z.B. den Gratisrollenspieltag und damit letztlich die gesamte Community billigend in Kauf zu nehmen, um Leute, die ihnen nicht passen, mundtot zu machen. Ich habe es so wie Rillenmanni verstanden, also dass dies bei der Norbert-Geschichte der Fall war und bei der Roll-Inclusive-Geschichte bisher noch nicht, aber die Befürchtung war eben da, dass es früher oder später wieder so kommt.

Ich finde das ziemlich zum Kotzen und ich bin mittlerweile an dem Punkt, wo ich das Gefühl habe, jederzeit könnte eine solche Auslöschungskampage auch über mich hereinbrechen, es genügt ja schon, dass einer irgendwas über mich behauptet, es muss ja im Einzelnen nicht mal mehr überprüft werden. Ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat, irgendein geschmackloser Kommentar von vor 10 Jahren (siehe James Gunn), und Peng, wirst du zur Unperson erklärt.

Insofern kann ich b_u_gs gerechten Zorn verstehen und auch den Wunsch, dieser Ungerechtigkeit jetzt und hier Paroli zu bieten, statt dem Druck einfach nachzugeben. Ebenso kann ich aber auch Blechpirat verstehen, der nicht der Dumme sein möchte, der gezwungen wird, diesen Kampf nun (mit allen Konsequenzen für seine eigene Person) auszutragen.

Die Menschen, welche die Beschwerde führen, trifft IMO meist keine Schuld. oft sind das psychisch Kranke, oder sie sind Opfer negativer Lebensumstände. Als Beispiel, ohne eine Wertung der Wahrheit vorzunehmen, sei der Konflikt zwischen Zak Smith und Mandi Morbid genommen, wo zumindest sie ne lange Krankheitsgeschichte hat. Außerdem ist es jedermanns gutes recht, sich über dinge, die ihm nicht passen, lauthals zu beschweren.

Die Schuld liegt IMO bei den leuten, die dass dann unterstützen und in der menge Druck ausüben, ohne Fakten zu prüfen. Hier gegen die Menge zu brüllen, halte ich für wenig aussichtsreich. Ich kenne keinen Fall, wo eine Institution sich gegen seine eigenen Zielgruppe gestellt hat, wenn diese irgendwas gefordert hat. Als beispiel sei Blizzard genannt, die schnell eingeknickt sind und einen Pro Hong Kong Proteste-Spieler gebannt haben.

Die Lösung liegt IMO darin, dass man sich zunehmend auf Anonymität verlässt und sich aus der Öffentlichkeit zurückzieht, bzw. dass eine Fragmentierung stattfindet. Ich denke, die Diskussion im netz wird sich immer mehr auf getrennte Räume verlagern, wo sich dann Gleichgesinnte treffen. man sieht das ja in Ansätzen hier.

Im Detuschen hast du ja zusätzlich dass problem, das man seinen Echtnamen ins Impressum schreiben muss. Sonst könnte Blechpirat ja hosten, ohne das ihn jemand überhaupt mit dem Disputorium in verbindung bringt. Sobald sich aber jemand findet, der nicht auf positive öffentliche meinung angewiesen ist, hat sich das auch.

 

ohne es jetzt genau zu wissen, aber evtl. hat das mit dem zukünftigen Tanelorn-Verein etwas tun. Er ist im T auch Moderator und sitzt deshalb ohnehin zwischen den Stühlen.

Allgemein ist es eigentlich total irre, dass wegen derartiger Lapalien derart hart geschossen wird. Wir reden hier eigentlich im schlimmsten Fall über schlechten Geschmack (z. B. schlechte Witze). Aber eigentlich werden einfach nur Vorwände gesucht ein unliebsame Elemente aus dem eigenen Wahrnehmungskreis "rauszuwerfen".

Das Gaslighting bei Sett. war doch sowas, der Roll Inclusive Thread genauso. Ich glaube auch nicht an eine große Intrige. Allerdings denke ich das die Angriffe von Einzelpersonen synergetisch wirken.

Person A blödelt mit Gendersternchen rum. Person B ist dadurch getriggert und findet damit einen Vorwand sich über das Disputorium aufzuregen/gegen das Disputorium vorzugehen. Ich glaube aber nicht, dass Person A und B sich abgesprochen haben. Es ist einfach eine vergiftete Atmosphäre.

Ich persönlich habe mittlerweile auch echt bedenken... dass da ein paar Spinner im RL irgendwann irgendwelche Aktionen starten

Zitat von Just_Flo am 13. Oktober 2019, 18:37 Uhr

Zukünftiger Hut von Blechpirat? Was meinst du damit genau?

Was Vermi damit genau meint, weiß ich nicht, aber Blechpirat ist der Vorsitzender des Tanelorn e.V., der planmäßig 2020 den Betrieb des Tanelorn-Forums übernehmen soll.

Interessenkonflikt und Konfliktpotential sind offensichtlich, und jetzt eben weitestgehend entschärft.

Es war ja angedacht, das Settembrini ins Tanelorn zurückkehrt, sobald der verein steht. Ist das noch der Plan?

Zitat von Pyromancer am 13. Oktober 2019, 22:27 Uhr
Zitat von Just_Flo am 13. Oktober 2019, 18:37 Uhr

Zukünftiger Hut von Blechpirat? Was meinst du damit genau?

Was Vermi damit genau meint, weiß ich nicht, aber Blechpirat ist der Vorsitzender des Tanelorn e.V., der planmäßig 2020 den Betrieb des Tanelorn-Forums übernehmen soll.

Interessenkonflikt und Konfliktpotential sind offensichtlich, und jetzt eben weitestgehend entschärft.

Hm, anscheinend lese ich das T: in letzter Zeit viel zu oberflächlich, so dass ich dies dort überlesen habe. (Also nicht das mit dem Verein sondern das mit dem Vorsitzenden)

Signaturen sollten meiner Meinung nach dabei helfen die Individualität von Personen auszudrücken und nicht um Konflikte und Befindlichkeiten zu pflegen.
Zitat von Lord Verminaard am 13. Oktober 2019, 18:32 Uhr

Insofern kann ich b_u_gs gerechten Zorn verstehen und auch den Wunsch, dieser Ungerechtigkeit jetzt und hier Paroli zu bieten, statt dem Druck einfach nachzugeben. Ebenso kann ich aber auch Blechpirat verstehen, der nicht der Dumme sein möchte, der gezwungen wird, diesen Kampf nun (mit allen Konsequenzen für seine eigene Person) auszutragen.

Wie gesagt, verstehen tue ich es auch.

Entschuldigen? Nicht.

Vielleicht (ich weiß es nicht) würde ich es entschuldigen wollen, wenn da nur das am Werk wäre, was du jetzt schilderst, aber so ist es nicht.

Der etwas weitere Kontext, in dem das für mich steht, ist die - passend zur (unerwünschten und gelöschten!) Diversität - Thematik von Diskriminierung und unterschiedlichen Biographien/Lebensrealitäten, die im Vorlauf vor allem (aber nicht nur) in Settembrinis Tanelorn-Bannthread aufkam. Settembrini hat sich dort recht detailliert zu Wort gemeldet, Hasran hat noch relativ klar angedeutet, dass er auf Grund seiner eigenen Biographie ähnliches erlebt (hat) oder zumindest wahrnehmen kann, ich war da - wie so oft - wesentlich verklausulierter und habe mich irgendwo im hinteren Teil der Diskussion darauf beschränkt, zu sagen, dass ich das Tanelorn nicht als sicheren Raum erlebe (was auch sogleich von Blechpirat abgekanzelt wurde mit dem Verweis, dass persönliches Erleben eben persönliches Erleben sei, und von Amtswegen dort ohnehin nichts gemacht werden könne [übersetzt: der Wille dazu nicht da ist] - ja, vielen Dank, das wusste ich vorher, genau deshalb bin ich auch ganz ohne Bann nicht mehr im Tanelorn).

Unter großem Widerstreben, und, wie ich meine, wider besseres Wissen, bin ich dann hier einmal ausnahmsweise etwas weniger verklausuliert. In meinem Fall geht es zwar weder um Hautfarbe noch Geschlecht (ich sage das, weil es gleich noch wichtig wird, obwohl euch das eigentlich überhaupt nichts angeht), aber ich hatte und habe auch meinen Teil an Diskriminierungserfahrungen durch, von Fremden wie von Personen, die mir nahe und sehr nahe stehen, im Alltag, in der Ausbildung, im Beruf, bei Behörden. Unabsichtlich, absichtlich, aber nicht auf mich persönlich gemünzt, und auch als ganz direkten, gezielten Angriff.

Dann kommen wir zum konkreten "Vorfall":

Ich ringe mich dazu durch, endlich ein paar Fragen zu Roll Inclusive zu stellen, die mich schon seit der Vorstellung des Projekts umtreiben, und bei denen mich eine deutliche negative Erwartungshaltung (lies: Vorurteile) bisher stets davon abgehalten hatte, mich näher mit dem Buch auseinanderzusetzen (besser: mich dem Buch auszusetzen - da ist und war sehr viel Selbstschutz dabei). Diese Fragen beziehen sich zum einen auf die Verwendung des Wortes "toxisch", denn das ist ein Sprachgebrauch, den ich abstoßend, sogar menschenverachtend finde, das schöpft in meinem Sprachempfinden, und im Deutschen noch einmal mehr als im Englischen, tief aus dem Bereich der pseudowissenschaftlichen Biologismen, aus dem auch der Parasit, der Schädling, das Ungeziefer, das Erbkranke, das Lebensunwerte kommen. Basierend auf früheren Diskussionen und Artikeln, bei denen ich Teilnahme beziehungsweise Lektüre dann abgebrochen habe, hatte ich die durch und durch unangenehme Vorstellung (lies: Vorurteil), das Buch und seine Beiträge könnten mit diesem Wort und dem umgebenden Duktus geradezu gespickt sein. Dem wollte ich mich nicht aussetzen. Und Personen, die einen solchen Sprachgebrauch pflegen, wollte ich auch nicht finanziell unterstützen.
Zum anderen beziehen sich diese Fragen auf die Bandbreite der abgedeckten Dimensionen von Diversität. Hier, mehr noch als bei der ersten Frage, spielt wieder meine Vorerfahrung mit entsprechenden Texten im Netz und auch wieder mein Sprachempfinden eine Rolle. Diversität und Inklusion sind globale Begriffe. Das halte ich für gut und wichtig. Meine Vorerfahrung war, dass sie jedoch nicht global genutzt werden, sondern als Kurzform für nur einige wenige Ausprägungen, dass mit "divers" gar nicht divers sondern ("nur") gender diverse und/oder racially diverse gemeint wird, was ich für - wie heißt es so schön? - problematisch halte, da so ein eigentlich tatsächlich inklusiver Begriff klammheimlich in einen exklusiven Begriff verwandelt wird (da spielt zu einem Teil sicher auch meine eigene, eben anders gelagerte, Diskrimierungserfahrung mit hinein). Meine Vorstellung (lies: Vorurteil) war auch hier, dass das Buch trotz seines globalen Titels ebenfalls einen so verengten, exkludierenden Fokus mitbringen würde. Auch dem wollte ich mich nicht aussetzen und es nicht unterstützen.
Im zweiten Disputorium eröffne ich einen Thread mit dem Titel "Roll Inclusive", in dem ich frage, ob mir jemand diese beiden Fragen beantworten kann. Die in den vorhergehenden Absätzen hier beschriebenen Hintergründe lasse ich dabei weg, da ich niemanden angreifen möchte und tatsächlich an Antworten und nicht an Selbstdarstellung interessiert bin. Die Möglichkeit, in einer etwaigen sich entspinnenden Diskussion doch noch auf sie einzugehen, habe ich im Hinterkopf. (An dieser Stelle übrigens ein großes Dankeschön an JollyOrc für seine hilfreichen und zielgenauen Antworten. Danke!)
Es folgt ein Streit zwischen anderen Teilnehmern am/im Thread. Wie ernst dieser war kann und möchte ich nicht beurteilen.
Darauf folgt der Schattenbann. Blechpirat versteckt nicht etwa nur den Streit, sondern den ganzen Thread (der für mich, wie oben vielleicht herauszulesen ist, keine Nebensächlichkeit war) und das Disputorium gleich mit. So etwas zu sehen, das kann den anständigen Gästen ja nicht zugemutet werden. (Mich erinnert das in gewisser Weise an die Leute, die auf Erstattung ihrer Urlaubskosten klagen, weil in ihrem Hotel auch Körperbehinderte zu Gast sind.)
Den sofort öffentlich aufkommenden Erzählungen darüber, was für niederträchtige Widerlichkeiten im nun mehr unsichtbaren Tread vor sich gingen, und was für verachtenswerte Kreaturen (siehe Klammer zum Hotel oben) sich dort herumtrieben, tritt Blechpirat mit keinem Wort entgegen, sondern schüttet zunächst noch Öl ins Feuer, in dem er eine erste Kurzform seiner Corporate Damage Control absondert, die so offen formuliert ist, dass jeder dort das jeweils den eigenen Vorstellungen entsprechende hineinlegen/herauslesen kann. Im nächsten Schritt wird auch diese Diskussion einfach unsichtbar gemacht und öffentlich verbleibt nur ein Statement von Blechpirat, der Schattenbann möge nicht diskutiert werden (auch hier also keine Zurückweisung der zwar nicht mehr zu lesenden aber sehr wohl gemachten Anschuldigungen). - Für mich ist es vor dem Hintergrund der Kombination aus meinen geschilderten Bedenken zu Roll Inclusive (um die es ja ging) und meinen eigenen Erfahrungen (jetzt kommt der erste Punkt, bei dem es wichtig wird, dass meine Diskriminierung nichts mit Hautfarbe oder Geschlecht zu tun hat) ein zusätzlicher Tiefschlag, dass zu den Erzählungen auch gehört, dass das Ganze ja klar sei, da sich dort "weiße Männer" ungebührlich ausgelassen hätten.
Hinter den verschlossenen Türen des unsichtbaren Disputoriums versucht sich Blechpirat in der Zwischenzeit zu erklären, verweist auf die Angriffe und Drohungen, denen er nach/im Umfeld von Norberts altem Blogbeitrag ausgesetzt war, und konstatiert "der Thread" (Folgerung: mein Thread - mein Anliegen - ich) hätte die gleichen Leute getrollt.
Darauf Bezug nehmend gebe ich zu Protokoll (ein Protokoll, das praktischerweise vernichtet wurde), dass ich nicht getrollt habe, und verweise - verklausuliert - auf die persönliche Bedeutung, die die Fragen für mich hatten, und dass ich auf Grundlage des Geschehenen (mit Verweis auf die oben skizzierten zunächst öffentlichen Reaktionen) im Forum nicht mehr weiter teilnehmen werde und mein Blog aus dem Aggregator entfernt werden soll (letzteres ist übrigens umgehend geschehen, etwaige im Forum sichtbare Änderungen, zum Beispiel mich aus der Moderation des Karnevals zu nehmen, lassen noch auf sich warten).
Jetzt rudert Blechpirat zurück und erklärt (zweimal), dass natürlich gar nicht ich oder mein Thread gemeint gewesen wären als er von meinem Thread schrieb, sondern die späteren Beiträge (ohne freilich jemals exakt Farbe zu bekennen, wer genau denn nun in seinen Augen der Troll war).
Nebenbei ist er so gütig, und erklärt noch einmal an Hand von Geschlecht und von Hautfarbe (ich sagte ja, dass das wichtig wird), wie schlimm Diskriminierung ist und weshalb es deshalb ja Leute gäbe, denen das Thema sehr ernst sei. (Ach, was du nicht sagst.)
Etwas später beginnt dann - ebenfalls hinter verschlossener Tür - bereits die sprachliche Korrektur der Vorgänge. Laut Blechpirat habe ich "hingeschmissen" und dies wird in den Kontext gesetzt, dass er so nun vor einem Scherbenhaufen stünde und vielleicht nicht nur das Disputorium sondern auch das ganze Forum schließen müsse. Schuldfrage geklärt. Praktischerweise auch noch so, dass keine Gegenrede zu erwarten ist.
Nun wird sorgfältig alles retouchiert und all dies - "der Thread", die öffentlichen Anschuldigungen, die Diskussion über den Schattenbann inklusive aller Statements seitens Blechpirat zu seinen realen Befürchtungen und Zwängen, aller Nachfragen und auch inklusive meiner eigenen Stellungnahme und der Ankündigung und dem Hintergrund meines Ausscheidens - ist niemals geschehen. Im Zweifelsfall steht Wort gegen Wort und wem wird wohl eher geglaubt werden. - Also besser das Maul halten. Sonst.
Es folgt nur noch das endgültige Corporate Damage Control-Statement, diesmal allerdings nicht nur so formuliert, dass jeder herauslesen kann, was gefällt, sondern sogar insinuierend, dass da sehr wohl etwas war - "problematische Inhalte" auf die reagiert wurde. Wir wissen wer Schuld hat.

Ich habe fertig. Mit dem rsp-blogs Forum, mit rsp-blogs, und mit Blechpirat. Übrigens auch mit Roll Inclusive, allerdings aus etwas anderen Gründen, als ich es erwartet hatte, vielen Dank noch einmal an JollyOrc für das weitgehende Ausräumen meiner dahingehenden Vorurteile.

Current thinking of this agency: 10 Ignores

Ich bin immer noch ziemlich verblüfft über die Kränkung, b_u_g. Damit will ich deine Emotionen nicht in Abrede stellen! Ich kann sie nur nicht nachvollziehen, auch jetzt nicht, trotz deiner Erläuterung. Das stelle ich voran, um deutlich zu machen, dass diese Kränkung nicht in meiner Absicht lag und ich noch immer überrascht ob dieser Entwicklung bin.

Und, auch wenn es schon gesagt wurde, es ist Wert, wiederholt zu werden: Es tut mir sehr leid, dich gekränkt zu haben. Es war nicht meine Absicht, und ich bitte um Entschuldigung.

Zum Karneval: Vielleicht habe ich da zu viel auf deine Worte geachtet, aber nach meiner Erinnerung hattest du darum gebeten, dein Blog aus dem rsp-blogs-Sammler zu nehmen. Dem bin ich zwar ungerne, aber sofort nachgekommen. Dem Karneval hattest du (in etwa) empfohlen, über einen neuen Mod nachzudenken. Das ist nicht ganz so verbindlich. Und ich bin da auch nicht der Adressat: Der Karneval hat mit meiner Person fast nichts zu tun. Er entstand nicht auf meinen Vorschlag, mir gehört nichts daran, alles was ich in Bezug auf den Karneval je gemacht habe, war ein paar mal teilnehmen, auch als Orga. Mir erschloss (und erschließt) sich daher nicht, warum du den Karneval aufgibst, wenn du dich durch mich gekränkt fühlst. Und selbst dann solltest nicht du den Teilnehmern dort, mit denen und für die du den Karneval organisiert hast, Bescheid sagen?

In gewisser Weise bestätigst du übrigens - wenn auch nur anders herum - mein Gefühl, dass Diskriminierungen ein Thema sind, dem Onlinediskussionen nicht gerecht werden können. Es fühlt sich immer jemand verletzt und ist hinterher sauer auf mich 😀

Nun, wir haben 21 Zeugen, die alle die beiden Threads gelesen haben, und die Originale sind nicht vernichtet. Ich habe keine Antwort bisher auf meine Frage, wo ich die denn einsehen kann erhalten.

Ich finde insgesamt den einen Punkt hervorhebenswert wichtig: Weil zwei User dumme Witze machen, wird ein ganzes Forum gebannt? Das ist, wie der Jurist sagt, wohl unverhältnismäßig. Also steckt mehr dahinter, viel mehr. Wie ja auch den meisten, die sich nicht Dumm stellen klar wird.

Es gibt halt alte Posts vom Blechpiraten, wo er fett und dick übers Tanelorn im ersten Dipsutorium mit abgelästert hat, und den Franko Fett einen armen Mann genannt hat, der er selber würde nie diesen Job machen wollen.

Damals war RSP-Blogs ein Teil des ersten Disputoriums, wohlgemerkt, er und sein Projekt also Gast. Im Blechpiraten ist seit dem eine langjährige Wandlung vorgegangen, die es ihn in die Herzkammern des deutschen Rollounwesens getrieben hat. Direktes gekuschele mit den DSA-Redaxen auf den Einladungscons usw. Diese Wandlung und Hinbewegung in den absoluten Rollomainstream  und vor allem in die Herzkammern des Tanelorn sind nicht ohne Spuren geblieben. Aus Selbstverständlichkeiten (freie Meinungsäußerung ist sehr wichtig und Gruppenstrafen gibt es nicht) sind im Lauf der Jahre Dinge geworden, die er innerlich unter Privileg abgebspeichert hat. Denn er wird ja von seinen ganzen neuen Bekannten und Projektkontakten andauernd angegangen wegen mir, wegen uns. <<Wie das denn sein kann: da sind Leute mit einer eigenen Meinung. Die auch nicht der sozialen Kontrolle des Tanelorn unterliegen. Unerhört.>>

Aber die alten Werte sind ihm nicht egal, nur eben über die Jahre nicht mehr so wichtig wie die ganzen neuen Möglichkeiten des Access-Projektemachens und er mußte sich irgendwann entscheiden. Das kann man verstehen.

Was ich aber nicht entschuldige, ist die Geschmacksunsicherheit, sich zu all dem was die PESA bekämpft immer mehr hinzuwenden. Dies sagt mir aber nur: Blechis und mein Rollenspielgeschmack liegen mitlerweile sehr weit auseinander.

Blechpirat ist, meiner Einschätzung nach ein Mensch der gerne Harmonie wünscht. Das ist ein ganz bürgerlicher Wunsch, der natürlich absolut unverträglich zu jedem revolutionärem Gedanken steht.

Und das ist es wo bei mir Porzellan zerschlagen wurde: ein weiterer Beleg, daß man sich auf bürgerliche, westdeutsche Liberalität nur solange verlassen kann, wie sie bei den Freunden und Bekannten des Durchführenden wohlgelitten sind: "was sollen denn die Leute sagen.". Wir sehen mit Schrecken diese Entwicklungen an vielen Orten. Und das hat ganz reale Konsequenzen. Ein sehr guter Freund war just die Tage zu Gast bei mir, Bosnier. In beruflichem Zusammenhang bemerkten wir beide an, wie die deutschen Werte, die wir in Schule, KiTa und beim Aufwachsen in Deutschland gelernt haben, von den Trägern der Gesellschaft in Windeseile umgestoßen und umgedeutet werden können*; aber alle Tatort-Gucker sind sofort an Bord, als hätten sie einen geheimen Kartoffelkanal auf WhatsApp. Wie frustrierend und z. T. beängstigend das ist, weil dies (so fasse ich zusammen, am Lagerfeuer haben wir das so nicht gesagt, das wird mir nun beim Zusammenfassen klarer) sozusagen Integrationsverarsche ist. Und die ganze Aktion mit derm Disputorium reiht sich da ein und macht mich persönlich deswegen betroffen. Auch daß JollOrc auf einmal jeden Kontakt abgebrochen hat, macht mich betrübt. Er hat das nicht begründet, und zunächst dachte ich, es ginge um seine aktuelle Lebenssituation wo er sehr wenig Freizeit hat. Nun kann ich nur Rätselraten, aber es paßt irgendwie in das Muster der Ausgrenzung, des Abwendens ohne daß man versteht, was denn war.

Spielt JollyOrc nicht mehr mit Leuten, die finden Intersektionalität hat Grundannahmen, die sie nicht teilen? Denn das war das einzige was ICH dazu geschrieben habe, und nur eben diesen einen Satz. Auf einmal bricht er die ganze Leverage-Runde ab, nicht mehr als Spieler will er dabei sein.

Mag mich irren, aber so kam es an.

Wo sind wir denn hingekommen?

Ich war Soldat und habe an vielen Tischen gesessen mit Totalverweigerern und Leuten mit "Soldaten sind Mörder" Aufnäher. Ich habe mit Juden und Libanesen mit Palistinensertuch um am gleichen Tisch gespielt und privat gehangen. Ich war mehrere Jahre Leiter für eine Runde mit 3 Frauen und einem Mann, einmal SPD, einmal AfD und einmal die LINKE und einmal Grün (die Spieler), der Mann war der Grüne, nebenbei. Schwule und Neu-Apostolen und Katholiken an einem Tisch. Straight Edger und Koksnasenimmobilienmakler. Alles an einem Tisch und es war SELBSTVERSTÄNDLICH. Das merkt man erst, wenn es weg ist. Und das finde ich schon sehr sehr betrüblich. Und die Änderung geht von den westdeutschen Bürgerlichen aus. Das macht traurig und wahlweise wütend.

Umso mehr möchte ich mal die westdeutschen Bürgerlichen, die zu den Werten, wie ich sie mal von deutschen Bürgerlichen vermittelt bekommen habe stehen und diese ernstnehmen und dann auch verteidigen ausdrücklich loben!

Dazu gehören, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Benjamin, Syndrom, DiceTimo, Archoangel, Zornau, Viral, Blut und Glas, Lord Vernminaard, Pyromancer, Oliof, Tassander und bestimmt noch andere, die mir nicht spontan einfallen. Hasran gültet in dieser Argumentation nicht, wie auch ein paar andere Mitstreiter.

Das traurige finde ich, daß durch die ganze Benachteiligungs- und Diversity-Mode ich mir selbst überhaupt erstmal die Kategorien machen mußte, gezwungen war die zu machen: Vorher war mir das doch gar nicht klar! Ich habe mich nicht als anders wahrgenommen, aber ich wußte es gibt Arschlöcher und verlogene Leute. Mensch einzeln, nicht nach Gruppenzugehörigkeit beurteilen. Das war doch der wichtigste Grundsatz, und den hatte, habe ich verinnerlicht. Nun, der Kartoffelkanal ist umgeschwenkt, reagiert auf Moden aus den US-Unis, die French Tehory nicht komplex durchdrungen haben. Und so ist man gezwungen, wird mit der Nase darauf gestoßen, und siehe, wir werden alle wieder in Klassen, Gruppen und Identitäten aufgeteilt, sollen uns aufteilen.

Gegen diesen völkischen, ausgrenzenden Wahn, der hier in der Gestalt des "Woke"-Wessitums daherkommt, aber nur ausgrenzende neue Mode und Klassenkampf von oben ist, kann nur der gegenteilige Gedanke helfen: Internationalistisch und klassenübergreifend gegen die Herrschenden, egal wo Du herkommst, was Du warst oder bist, stehst Du für Meingsäußerung und liberale Werte, vor allem Toleranz, dann bist Du einer von uns. Die anderen sollen nach Hause gehen und tun das Werk der Herrschenden, die uns wieder einmal übel mitgespielt haben.

*wer da Beispiele will, kann ich auf Anfrage da mal ein paar nennen.

*applaus*

Ich habe auch vor ein paar Jahren den Entschluss gefasst, Menschen nicht mehr zu kategorisieren und Kollektivbezeichnungen zu vermeiden.

Es gibt nicht "den Staat", "das System", "die Konzerne", "die Polizei", es gibt nur Entscheidungsträger.

Es gibt nicht "das Volk", "die Deutschen", "die Juden", "die Flüchtlinge", es gibt nur Individuen.

Gespräche, die in denen Sätze fallen wie "Die Flüchtlinge sind nur hier um..." oder "Die Konzerne verhindern, dass...", sind bereits vergiftet und können nur durch Aufbrechen unzulässiger Pauschalisierungen bereinigt werden.

* Orangener Gurt im PJJ * Grüner Gürtel im Drama-Fu (Drachen-Stil) * Brauner Gürtel im Pyro-Fu * Night's Master im Ghoulu Jitsu *